synctron & Christoph Eisenbarth meint:
Nach Heinz Küppers Illustriertem Lexikon der deutschen Umgangssprache ist "alter Schwede" als "gemütliche Anrede" (wie "alter Freund") zu verstehen und etwa seit 1690 belegt (zuerst in Berlin). Ursprünglich war (weiter nach Küpper) damit ein schwedischer Soldat gemeint, der im 17. Jahrhundert nach dem Einfall der Schweden in die Kurmark gefangen genommen worden war der Zerschlagung des schwedischen Heeres in brandenburgische Dienste übertrat. Wegen des treuen Kampfes dieser Schweden an der Seite ihrer neuen Waffenbrüder nahm der Ausdruck "alter Schwede" schon bald die Bedeutung "Kamerad" und "alter Freund" an.
Außer dem "alten Schweden" gibt es den "alten Schwäden", der mit Schweden aber nichts zu tun hat. Der "alte Schwäde" ist nichts anderes, als ein verkommener Saufbruden, denn "schwadern", "schwädern" oder "schwudern" kommt aus dem Rotwelschen und bedeutet "betrunken", "Besoffen sein".
Carsten Vollmer meint:
Nach meinen Recherchen ist die Antwort auf die Frage wo die Bezeichnung "alter Schwede" herkommt eine andere als die genannte Ausführung. Üblicherweise wird dies als Annerkennung für bes. Wissen oder Fähigkeiten benutzt. Eher in einer Aussage, die Bewunderung ausdrückt. Dieser Sprachgebrauch bezog sich auf die Tatsache dass die Schweden ein schon sehr früh, sehr weit ge- bzw befahrenes Seefahrervolk waren.
Wenn also andere Seefahrer auf die Erfahrung der Schweden zurückgreifen wollten, dann fragte man den "alten Schweden".
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