Schon als Kind haben die meisten Angst vor dem Friseur - angeblich weil man denkt, dass es weh tut! Tut es auch, aber nicht weil die Haare abgeschnitten werden, sondern aus gänzlich anderen , viel bedeutenderen und schmerzhafteren gründen. Nachdem der Friseur / die Friseurin vielversprechend mit abwechselndem schneiden, rasieren, durchkämmen usw. angefangen hat, greift er nämlich schließlich zum Fön und... verpasst einem eine Fönfriseur, die man zuletzt in der 585zigsten Wiederholung elender 80er Jahre Serien gesehen hat und dabei mehr als laut gelacht hat.
Meist fährt er dabei mit der - die Finger zu Kralle geformten - Hand durch die Haare knapp gefolgt vom Föhn, der die um eine Bürste gewickelte Haare so galant andrückt, dass nur verständlich ist, dass diese flüchten wollen - was sich in einer unglaublichen Innen- oder Außenrolle optisch bemerkbar macht.
Seitens des Friseurs wird das ganze dann als luftig, flott oder frech verkauft! Warum die Friseure davon überzeugt sind, dass die Allgemeinheit mit derartigen Frisetten attraktiv finden soll, lässt sich meist aus der Frisur der Friseure selbst schließen (die sich ja schließlich wohl gegenseitig die Haare schneiden!). Spätestens aber ein Blick in die ausliegenden Frisurbücher offenbart die ganze Verschwörung... lauter Darsteller aus nie ausgestrahlten 80er Serien mit einem derartig beschissenen Grinsen, das man meint es wäre das Gehirn, dass sich da in abenteuerlichen Wellen auf und um dem Kopf breit macht.
Also nichts wie nach Hause - hoffentlich begegnet einem niemand und sagt Dinge wie "Och ja, is´ mal was anderes" oder "...sieht ganz flott aus!" - die Haare waschen und mit Schaum, Gel oder Haarspray das eigene Erscheinungsbild zurück ins 21. Jahrhundert frisieren!
Der einfachste Ausweg besteht darin, einfach und direkt zu sagen "Ich föhne mir die Haare schon selber (am besten zu Hause!)!". Damit lässt sich einerseits meist Geld und andererseits auch die ganze Folge von möglichen Peinlichkeiten und demütigenden Blicken in den Spiegel sparen. Auch Frisuren mit derart kurzen Haaren, das Fönfrisuren unmöglich werden können sich als probates Mittel erweisen. Oder aber, man bildet sich ein es würde gut aussehen und geht angeblich "mit dem Trend"! Zu guter letzt bietet sich eine Karriere in der Pornobranche an, in die sich auch die Frisurmodells aus den Frisurbüchern geflüchtet haben.