Wer oder was ist Trick 17?

Manche Sachen gehen nur mit Trick 17, die ultimative Lösung für alles was eigentlich unlösbar scheint, Trick 17 sorgt für Überraschungen, Trick 17 ist genial, aber einfach - einfach genial! Jeder kennt ihn, jeder braucht ihn, manchmal wünscht man sich ihn... aber was ist eigentlich Trick 17, warum heißt es nicht Trick 16 oder 18, wo kommt das bloß her? Für die Antwort darauf gibt es leider keinen Trick 17...
Julian Bucur meint:
Die Frage mit Trick 17 hat mich schon seit längeren beschäftigt. Jetzt endlich habe ich sie bei www.internetbibliothek.de gestellt und bin auf diese Seite gelangt. Nun ja ... die Sache mit dem Zauberer ist für mich schon einleuchtend. Ich habe aber da so meine eigene Theorie. Das erste mal wo ich von " Trick 17" gehört habe war als ich mit ca. 8j. mein Fahrrad schein gemach habe. Die Sache war die, das man an einer Kreuzung nicht Quer rüber fährt sondern gerade aus und Lings rüber ( je nach dem natürlich auch gerade und dann rechts). Wen man nun den falschen weg und den richtigen ( nach links) auf einem Zettel aufmalt entsteht eine 17... eigentlich noch sinnig ... oder ... hmmm ...
jottpeeausbeeess meint:
Schon einige Zeit vor Beginn des Ersten Weltkrieges gab es auf französischer Seite den so genannten „Plan dix-sept“ (Plan 17), der einen bereits seit langem erwarteten deutschen Angriff abwehren und zu einem schnellen französischen Sieg führen sollte. „Plan 17“ basierte auf zwei grundsätzlichen Annahmen, die „einzuhalten“ waren, damit er Wirkung zeigen konnte: 1. Deutschland würde im Kriegsfall nicht die belgische Neutralität verletzen und demzufolge Frankreich mit Hauptstoßrichtung nicht durch Belgien, sondern durch Lothringen angreifen. 2. Die geballte Macht des französischen Militärs würde dabei die vorrückenden deutschen Verbände in eine wohlvorbereitete Falle zwischen Mézière-les-Metz im Norden und Belfort im Süden locken, sie dort vernichtend schlagen und über die Grenze nach Deutschland zurückwerfen und somit schließlich Elsaß-Lothringen wieder zurück gewinnen – und den Krieg siegreich beenden. Dieser Plan wies allerdings – wie sich bereits einige Tage nach Kriegsbeginn auf dramatische Weise herausstellte – zwei fatale Mängel auf, denn: 1. umgingen die deutschen Truppen unter Verletzung der belgischen Neutralität in großem Maßstab die französischen Verbände und fielen über Belgien in Nordfrankreich ein, und 2. ließen sich die deutschen Truppen nicht in die französische Falle locken, sondern besiegten die gegnerischen Verbände innerhalb weniger Tage in den so genannten „Grenzschlachten“ in Elsaß-Lothringen. Damit war das Wundermittel bzw. der todsichere Trumpf ( der „Trick“) im Kampf gegen die verhassten „Boches“, nämlich „Plan dix-sept“, gestorben und ein langwieriger, kostspieliger und blutiger Stellungskrieg war die Folge, der Millionen tötete und das Ende einer Ära einläutete und schließlich besiegelte.Das, was Frankreich auf so vermeintlich simple Weise retten und den schnellen Sieg über den Erzfeind Deutschland herbeiführen sollte, war schon im Ansatz als Rohrkrepierer geendet und hatte auf französischer Seite mehr Schaden angerichtet als genutzt. Meines Erachtens kann davon ausgegangen werden, dass der Begriff „Plan 17“ (der als französischer Verteidigungsplan in Deutschland bekannt war) in Deutschland deshalb als geflügeltes Wort für etwas Grandioses, das dann „nach hinten los geht“ verwendet wurde. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch die Bedeutung (Konnotation) dahin gehend verschoben, dass die ursprüngliche Absicht des „Plan dix-sept“ wieder zum Vorschein kam – nämlich die wundersame Lösung (à la „deus ex machina“) einer vertrackten Situation. Das ist die Erklärung – ist das die Erklärung?
Hhy meint:
Ich habe mal im Hessischen Rundfunk (HR1), die hatten auch mal eine Serie mit solchen Fragen, gehört, daß Trick 17 aus dem Englischen kommt. Trick heißt übersetzt Stich (bei einem Kartenspiel) und es handelt sich um den Stich 17. Weiter weiß ich allerdings nicht mehr...
Judith meint:
Ich glaube mich zu erinnern, dass ich irgendwann einmal die Antwort zu "Trick 17" gehört habe, kann sie aber nicht mehr ganz rekonstruieren. Soweit ich mich erinnere stammt die Redensart aus Österreich. Dort gab es früher mal eine Münze (Kreuzer oder ähnliches) mit dem Wert siebzehn. Diese Münze soll angeblich einer Münze mit einem höheren Wert verblüffent geähnelt haben. Die Leute haben dann anderen Leuten bervorzugt diese niedrigere Münze "untergejubelt", um diese zu übervorteilen. Das war dann Trich 17. Vielleicht hilft dir diese Erklärung weiter.
Trevgrund meint:
Trick 17 gehört zur Fortsetzung der 10 Gebote, nämlich zu den 10 Tricks, wie man die zehn Gebote umgehen kann, ist doch klar. Die zehn Tricks wurden Moses nicht von Gott verkündet, sondern vom Teufel untergeschoben. Manche seiner Freunde aus dem Volk Israel wandten die 10 Tricks auch gleich an (siehe die Geschichte mit dem goldenen Kalb).
Indjan meint:
"Trick 17 mit Selbstverarschung" hat eine andere Bedeutung als "Trick 17" normalerweise hat. Beispiel: Ein Fussballstürmer versucht den Verteidiger mit einem besonders schwierigen und die Zuschauer beeindruckenden Kunststück auszuspielen, stolpert dabei aber über die eigenen Beine, obwohl er auch einfach am Verteidiger hätte vorbeilaufen können - das ist "Trick 17 mit Selbstverarschung".
Dr. Gerhard Müller weiß dazu:
Dr. Gerhard Müller von der Sprachberatung der Gesellschaft für deutsche Sprache schreibt sehr freundlich, aber weiß auch nicht so recht die wirkliche Lösung: der Redewendung "Trick siebzehn" ("Trick 17") ist man noch nicht so recht auf die Spur gekommen, vor allem was die Ergänzung "siebzehn" angeht. "Trick" als 'Kniff' ist ja ein Anglizismus und wurde im 19. Jh. ins Deutsche übernommen, zunächst als Ausdruck beim Kartenspiel. Nach Heinz Küpper ("Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache", 1984) ist "Trick siebzehn" nach 1950 ff. geläufig geworden - mit der Bedeutung 'üblicher (anspruchsloser), leicht durchschaubarer Trick'. Heute überwiegt eine andere Bedeutung, etwa 'eigentümlicher, überraschend angewandter Trick, der nicht immer ohne Täuschung zu sein braucht' (so nach Lutz Röhrich, "Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten", 1973).