Warum bekommt man Schluckauf?

Auf dem Kopf stehend ein Glas Wasser trinken, Zucker essen, die Luft anhalten, Essig schlucken, sich selbst auf die Augäpfel drücken, an ihrer Zunge ziehen oder versuchen, sich selbst zu erschrecken, an das Frühstück von gestern denken...

Alles schon probiert, und der Schluckauf bleib?!  Wenn es um Gegenmaßnahmen geht zeigt sich der Mensch kreativ und Oma´s Hausrezepte sind noch was wert. Klar, ist doch das Prinzip immer dasselbe: "Ablenkung". Aber warum bekommt man eigentlich Schluckauf? Na klar, die Mediziner unter uns werden jetzt sagen...

hier handelt es sich um eine unwillkürliche, meist in unregelmäßigen Serien auftretende Muskelanspannung des Zwerchfells mit zeitlich kurz verzögertem Verschluss der Stimmritze im Kehlkopf!

Schon gut, schon gut, aber warum, warum bekommt man Schluckauf?! Ja klar...

Der Schluckauf ist ein normaler Reflex, vergleichbar mit dem Hustenreflex. Typische Auslöser für den Schluckauf sind Dehnungen des Magens oder der unteren Speiseröhre. Sie sind Folge zu schnellen Essens, Trinkens kohlensäurehaltiger Getränke oder Reizung durch scharfe, heiße oder kalte Nahrung. Auch die Alkoholaufnahme geht häufig mit einer Dehnung des Magens einher. Zudem setzt Alkohol die Reflexschwelle herab, weshalb der hicksende Betrunkene geradezu sprichwörtlich ist. (zitiert von http://www.wissenschaft-online.de/artikel/610985)
Auch klar, aber jetzt mal deutlich..., warum hat der Mensch überhaupt Schluckauf?!

Orphinion meint:
Meine Bio Lehrerin hat mir mal erzählt dass eine Zwerchfell rythmusstörung schluckauf verursacht und dass man einfach so tief wies geht einatmen, dann so tief wies geht ausatmen und dies ein paar mal wiederholen muss. Hat bei mir bis jetzt immer funktioniert und klingt auch einigermaßen vernünftig
Bei wissenschaft-online.de wurde die Frage behandelt, dort schreibt Philipp Federspil, seines Zeichens Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universitätskliniken des Saarlandes in Homburg: "Zur Beantwortung der Frage, warum es den Schluckauf überhaupt gibt, werden drei Hypothesen diskutiert: Erstens könnte der Schluckauf der Atemgymnastik im Mutterleib dienen, um das Baby auf die Atmung nach der Geburt vorzubereiten. Zweitens könnte das Phänomen als entwicklungsgeschichtliches Überbleibsel vom Wiederkäuen der Säugetiere sein. Und drittens diente der Schluckauf vielleicht dazu, unbekömmliche oder giftige Speisen mithilfe der plötzlichen Druckänderung im Brustkorb aus der unteren Speiseröhre wieder nach oben zu befördern. Wenngleich der Schluckauf als unangenehm empfunden wird, sei zu guter Letzt die Weisheit von Generationen französischer Mütter zitiert, die schon immer wussten: Enfant hoquetant, enfant bien-portant, ein hicksendes Kind ist ein gesundes Kind. (zitiert von http://www.wissenschaft-online.de/artikel/610985)

Zurück zu unserem bedauernswerten Amerikaner, der jahrelang an Schluckauf litt. Als die breite Öffentlichkeit erfuhr, dass er der Mann mit dem hartnäckigsten Schluckauf aller Zeiten sei, bekam er weit mehr als 60000 Vorschläge zur Linderung. Er probierte sie alle aus aber keiner half, wie er sagte.

Es sind weder alle Vorschläge überliefert, noch das hier die Zeit und der Platz wäre, sie alle zu erwähnen. Die wichtigsten - auch präventive - Maßnahmen, seien aber nicht verschwiegen..


Die Top 20 zum Prinzip: Ablenkung

  1. Die Luft anhalten

  2. Nehmen Sie einen Teelöffel voll Zucker in den Mund, lassen Sie den Zucker im Mund zergehen und schlucken Sie ihn dann hinunter

  3. Lutschen Sie zerkleinerte Eiswürfel

  4. Gurgeln Sie mit kaltem Wasser

  5. Lutschen Sie ein Stück Zitrone

  6. Halten Sie den Atem an und trinken Sie dann mit angehaltenem Atem eine Tasse Wasser. 

  7. An das Frühstück von gestern denken

  8. Sich erschrecken lassen

  9. Essig trinken

  10. sich selbst auf die Augäpfel drücken

  11. an ihrer Zunge ziehen

  12. Üben Sie Druck aus auf den Brustkorb indem Sie sich hinsetzen und nach vorne beugen oder die Knie anziehen. 

  13. Kitzeln Sie im Rachen an der Stelle, wo der harte Gaumen in den weichen Gaumen übergeht, so, als wollten Sie Brechreiz auslösen

  14. mit beiden Daumen die Ohren zuhalten, gleichzeitig mit den kleinen Fingern die Nasenflügel zusammendrücken und mit geschlossenen Lippen die Backen aufblasen.

  15. möglichst laut singen. 

  16. die Ohren zuhalten und gleichzeitig etwas Wasser trinken.

  17. auf den Rücken legen, Knie an den Bauch heranziehen und mit beiden Händen kräftig gegen den Bauch drücken.

  18. sehr trockenes Brot essen. 

  19. einen Geldschein auf den Tisch legen und den Schluckauf verkaufen

  20. Zeigefinger vorsichtig in die Gehörgänge stecken und leicht hin und her bewegen (dies reizt einen der wichtigen Schluckauf-Nerven) 

Top 5 zum Prinzip: Vorbeugen

  1. Meiden von sehr kalten Speisen und Getränken 
    Meiden von sehr heißen Speisen und Getränken

  2. Meiden von sehr scharf gewürzten Speisen (bleibt da noch was übrig?)
    Lassen Sie sich zum Essen genug Zeit

  3. Jeden Bissen gut kauen

  4. Schlucken Sie den Bissen während des Ausatmens hinunter (dann gelangt weniger Luft in den Magen)
    Atmen Sie bewusst langsam und regelmäßig.

  5. Halten Sie die Luft an und schlucken Sie in dem Moment, in dem Sie den Schluckauf kommen spüren, atmen Sie danach tief durch. Wiederholen Sie dies mehrmals. 

 

Ach, und wichtig: Wenn Schluckauf trotz Selbstbehandlung länger als einen Tag anhält... besser zum Arzt gehen!

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