Auf dem Kopf stehend ein Glas Wasser trinken, Zucker essen, die Luft anhalten, Essig schlucken, sich selbst auf die Augäpfel drücken, an ihrer Zunge ziehen oder versuchen, sich selbst zu erschrecken, an das Frühstück von gestern denken...
Alles schon probiert, und der Schluckauf bleib?! Wenn es um Gegenmaßnahmen geht zeigt sich der Mensch kreativ und Oma´s Hausrezepte sind noch was wert. Klar, ist doch das Prinzip immer dasselbe: "Ablenkung". Aber warum bekommt man eigentlich Schluckauf? Na klar, die Mediziner unter uns werden jetzt sagen...
hier handelt es sich um eine unwillkürliche, meist in unregelmäßigen Serien auftretende Muskelanspannung des Zwerchfells mit zeitlich kurz verzögertem Verschluss der Stimmritze im Kehlkopf!
Schon gut, schon gut, aber warum, warum bekommt man Schluckauf?! Ja klar...
Der Schluckauf ist ein normaler Reflex, vergleichbar mit dem Hustenreflex. Typische Auslöser für den Schluckauf sind Dehnungen des Magens oder der unteren Speiseröhre. Sie sind Folge zu schnellen Essens, Trinkens kohlensäurehaltiger Getränke oder Reizung durch scharfe, heiße oder kalte Nahrung. Auch die Alkoholaufnahme geht häufig mit einer Dehnung des Magens einher. Zudem setzt Alkohol die Reflexschwelle herab, weshalb der hicksende Betrunkene geradezu sprichwörtlich ist. (zitiert von http://www.wissenschaft-online.de/artikel/610985)
Auch klar, aber jetzt mal deutlich..., warum hat der Mensch überhaupt Schluckauf?!
Zurück zu unserem bedauernswerten Amerikaner, der jahrelang an Schluckauf litt. Als die breite Öffentlichkeit erfuhr, dass er der Mann mit dem hartnäckigsten Schluckauf aller Zeiten sei, bekam er weit mehr als 60000 Vorschläge zur Linderung. Er probierte sie alle aus aber keiner half, wie er sagte.
Es sind weder alle Vorschläge überliefert, noch das hier die Zeit und der Platz wäre, sie alle zu erwähnen. Die wichtigsten - auch präventive - Maßnahmen, seien aber nicht verschwiegen..
Die Top 20 zum Prinzip: Ablenkung
Die Luft anhalten
Nehmen Sie einen Teelöffel voll Zucker in den Mund, lassen Sie den Zucker im Mund zergehen und schlucken Sie ihn dann hinunter
Lutschen Sie zerkleinerte Eiswürfel
Gurgeln Sie mit kaltem Wasser
Lutschen Sie ein Stück Zitrone
Halten Sie den Atem an und trinken Sie dann mit angehaltenem Atem eine Tasse Wasser.
An das Frühstück von gestern denken
Sich erschrecken lassen
Essig trinken
sich selbst auf die Augäpfel drücken
an ihrer Zunge ziehen
Üben Sie Druck aus auf den Brustkorb indem Sie sich hinsetzen und nach vorne beugen oder die Knie anziehen.
Kitzeln Sie im Rachen an der Stelle, wo der harte Gaumen in den weichen Gaumen übergeht, so, als wollten Sie Brechreiz auslösen
mit beiden Daumen die Ohren zuhalten, gleichzeitig mit den kleinen Fingern die Nasenflügel zusammendrücken und mit geschlossenen Lippen die Backen aufblasen.
möglichst laut singen.
die Ohren zuhalten und gleichzeitig etwas Wasser trinken.
auf den Rücken legen, Knie an den Bauch heranziehen und mit beiden Händen kräftig gegen den Bauch drücken.
sehr trockenes Brot essen.
einen Geldschein auf den Tisch legen und den Schluckauf verkaufen
Zeigefinger vorsichtig in die Gehörgänge stecken und leicht hin und her bewegen (dies reizt einen der wichtigen Schluckauf-Nerven)
Top 5 zum Prinzip: Vorbeugen
Meiden von sehr kalten Speisen und Getränken
Meiden von sehr heißen Speisen und Getränken
Meiden von sehr scharf gewürzten Speisen (bleibt da noch was übrig?)
Lassen Sie sich zum Essen genug Zeit
Jeden Bissen gut kauen
Schlucken Sie den Bissen während des Ausatmens hinunter (dann gelangt weniger Luft in den Magen)
Atmen Sie bewusst langsam und regelmäßig.
Halten Sie die Luft an und schlucken Sie in dem Moment, in dem Sie den Schluckauf kommen spüren, atmen Sie danach tief durch. Wiederholen Sie dies mehrmals.
Ach, und wichtig: Wenn Schluckauf trotz Selbstbehandlung länger als einen Tag anhält... besser zum Arzt gehen!