So haben wir das alle von unseren Eltern gelernt. Aber warum sollten Pflanzen den verbrennen, wenn man sie gießt?
Das Ganze wurde nun endlich in einer Studie vom ungarischen Physiker Gábor Horváth von der Eötvös Universität beantwortet. Es zeigt sich, dass diese Frage so pauschal nicht beantwortet werden kann, denn es kommt darauf an, um welche Pflanzen es geht.
Prinzipiell kann ein Wassertropfen wie ein Brennglas wirken, denn er hat eine Form die einer konvexen Linse (wie bspw. Lupe) ähnelt. Ob er ein Blatt verbrennen kann hängt aber von der Art der Blätter ab. Bei Blättern wo der Wassertropfen direkten Kontakt mit der Blattoberfläche hat, kühlt das verdunstende Wasser das Blatt ausreichend ab – es verbrennt nicht.
Bei Blättern mit kleinen Wachshärchen bleiben die Wassertropfen etwas oberhalb der Blattoberfläche hängen, wodurch die Blätter in den Bereich der optischen Brennweite des Wassertropfen gelangen. Die Folge sind Verbrennungen auf den Blättern, da der kühlende Effekt des Wassers fehlt.