Wird in manchen Schwimmbädern das Wasser rot, wenn man hinein pinkelt?

Gibt es wirklich einen Zusatzstoff im Wasser von Schwimmbädern, der Urin rot färbt?

Mister X meint:

Alles Quatsch. Da man Blasenschwache und Inkontinente nicht blossstellen darf und kann ist nirgendwo das Einfärben erlaubt. Es wurde von Eltern ausgedacht, damit die Kleinen nicht ins Schwimmbad schiffen.

FoA-Team weiß dazu:

Diese Legende wurde schon vielen Kindern erzählt, um sie davon abzuhalten ihr kleines Geschäft der Bequemlichkeit halber gleich im Swimmingpool zu erledigen. Aber die rote Wolke um die Badehose braucht niemand zu fürchten, denn einen solchen Zusatzstoff gibt es nicht. Sonst wäre das Wasser im Kinder-Schwimmbecken wohl ständig tiefrot.

Theoretisch wäre es durchaus möglich eine Chemikalie zu entwickeln, welche auf Harnstoff reagiert. Doch ein typisches Schwimmbecken mit 50 m Länge und 25 m Breite hat, je nach Tiefe, schon ein Fassungsvermögen von ca. 3 bis 5 Millionen Liter. Man bräuchte also ganz erhebliche Mengen einer ungefährlichen Chemikalie dafür.

Auch wenn laut einer Studie aus den USA etwa 20% der Erwachsenen ins Wasser pullern, das größte Problem in öffentlichen Schwimmbädern ist nicht der Urin, sondern es sind die Kolibakterien, also die menschlichen Darmbakterien. Sie werden mit Chlor bekämpft. Das Chlor reagiert allerdings mit dem Harnstoff im Urin und erzeugt so den typischen „Schwimmbadgeruch".

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